Home Veranstaltungen Veranstaltungsorte Details - Konzert anlässlich des 265. Todestags des Bad Neustädter Komponisten P. Felix Gaß OESA (1715–1752) Samstag, 18. November 2017

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Veranstaltungsorte

Veranstaltung 

Konzert anlässlich des 265. Todestags des Bad Neustädter Komponisten P. Felix Gaß OESA (1715–1752)
Titel:
Konzert anlässlich des 265. Todestags des Bad Neustädter Komponisten P. Felix Gaß OESA (1715–1752)
Wann:
08.10.2017 19.30 h
Wo:
Jakobuskirche Bad Kissingen - Bad Kissingen
Kategorie:
Konzerte/Gottesdienste

Beschreibung

Am Sonntag, den 8. Oktober 2017 veranstaltet die Internationale Valentin-Rathgeber-Gesellschaft e.V. anlässlich des 265. Todestags des Bad Neustädter Barock- und Klosterkomponisten P. Felix Gaß OESA (1715-1752) um 19:30 Uhr in der kath. St. Jakobuskirche in Bad Kissingen ein festliches Jubiläumskonzert.

Neben musikalischen "Leckerbissen" aus dem Schaffen von P. Felix Gaß werden im Rahmen des Konzertes auch Informationen zum Leben und Werk des Komponisten dargeboten. Zu Gehör kommen insbesondere Orgelwerke von P. Felix Gaß sowie Violinkonzerte und geistliche Arien des Oberelsbacher Zeitgenossen P. Valentin Rathgeber (1682-1750).

Gaß war zur Zeit der Drucklegung seines einzig erhaltenen Werkes Organist in Freiburg/B. Das leider undatierte Werk wird wohl nach der Rückkehr aus Fribourg/CH, also zwischen 1743 und 1745 entstanden sein. Das Werk mit Schlagarien für das Tasteninstrument trägt den barocken Titel „David ludens ad arcam Dei“ (= „David spielt vor der Gotteslade“) und wurde in Augsburg vom evangelischen Musikverleger Johann Christian Leopold d.Ä. (1699–1755) herausgebracht [RISM G 469]. Es handelt sich bei dieser Sammlung, die ganz der Klaviersatzweise verbunden ist, um 30 Arien für das Tasteninstrument. Die Unbekümmertheit, mit der hier Gaß Lied- und Tanzsätze für den gottesdienstlichen Gebrauch verwendet,  bezeugt die spätbarocke Sinnenfreude und Weltoffenheit. Der leichten Spielbarkeit halber hat er auf Alt- und Tenorstimmen verzichtet. Neben diesem gedruckten Werk belegt der Nekrolog weitere Kompositionen: 12 Messen, 12 Offertorien und 24 Concerti. Diese handschriftlichen Kompositionen sind leider bislang verschollen. Darüber hinaus hat Gaß im Jahr 1746 eine kurze Anleitung zum Choralgesang veröffentlicht.

Mitwirkende sind:

Susanne Gaß (Sopran)
Carola Kroczek (Violine) 
Berthold Gaß (Orgel)

Eintritt frei - Spendenbasis


(klicken Sie auf den Namen des Veranstaltungsort für eines Routenplan)

Veranstaltungsort

Jakobuskirche Bad KissingenKarte
Ort:
Jakobuskirche Bad Kissingen   -   Website
Straße:
Kirchgasse 9
PLZ:
97688
Stadt:
Bad Kissingen
Bundesland:
Bayern
Land:
Land: de

Beschreibung

Bis 1884 war diese Kirche Pfarrkirche. Im Mittelalter war der Jakobustag (25. Juli) als Fest des Kirchenpatrons der jährliche hohe Festtag der Bürger- und Stadtrechte Kissingens. Kaiser Ludwig der Bayer hatte der Stadt, zugleich mit dem Jakobimarkt, das „Kaiserlich freie Jakobsgericht“ verliehen: über Vergehen, die innerhalb zwei Wochen nach diesem Fest geschehen waren. Am Jakobsgerichtstag führten die Lateinschüler ein Schauspiel auf.

Heute ist die Jakobuskirche, in den Gassen der Altstadt versteckt, nur von dem Platz vor dem Rathaus in ihrer ganzen Größe zu sehen. Es ist wohl anzunehmen, dass hier schon im 12. Jahrhundert eine Kirche stand.1286 ist vom Neubau einer der Mutter Gottes und dem Apostel Jakobus geweihten Kirche die Rede. Dabei wird auch ein Pfarrer Konrad erwähnt.

Der fünfgeschossige Turm stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Darin befand sich der Altarraum der alten Kirche, mit Kreuzrippengewölben, die jetzt verdeckt sind, und spitzbogigen Fenstern mit Vierpaßmaßwerk. Heute dient der Raum als Sakristei. Die Schallfenster des Turmes haben nachgotisches Masswerk. Um- und Neubauten des Langhauses sind aus der Zeit 1509, um 1600 und 1629 bezeugt. Die Kirche war bisweilen so baufällig, dass Lebensgefahr bestand. Sogar nach einem Neubau um 1629 fiel während eines Gottesdienstes ein Stein von der Decke herab. Aus den Akten geht hervor, dass die Bauschäden immer nur notdürftig behoben wurden. Wahrscheinlich war das Mauerwerk wenig solide in Lehmbauweise ausgeführt. Ein anderer Grund für den schlechten Zustand war die Unklarheit, wer die Baulast zu tragen habe, die bischöfliche Behörde, die Stadt oder auch die verschiedenen Filialgemeinden. Nach mehreren vergeblichen Restaurierungsversuchen wurde das Schiff der Kirche abgerissen unter der Leitung des Würzburger Hofkammerrates Joh. Phil. Geigel von 1767 – 1775 neu gebaut.

Darum trägt der Chorbogen das Wappen des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim (1755 – 1779).

Die Kirche ist – eine Seltenheit für die damalige Zeit – ein quadratischer Bau mit abgeschrägten Ecken.

Sie hat eine umlaufende Empore, die sich auf beiden Seiten in drei Rundbogen gegen den Mittelraum öffnet. So ist ein intimer Raum entstanden, der starke Ähnlichkeit mit einer Hofkirche aufweist.

Die Ausstattung stammt eigentlich aus der Zeit zwischen 1772 bis gegen 1790, also aus dem Übergang vom Rokoko zum Klassizismus. So sind die Stuhlwangen noch schönes spätes Rokoko mit Ranken und Muscheln, ebenso der Opferkerzenleuchter. Dagegen sind die kleinen Altäre an den Seitenwänden schon völlig klassizistisch mit Sarkophagen und Urnen. Der Hochaltar ist ein hoher zweisäuliger Aufbau aus Stuckmarmor um 1780. Das Altarbild zeigt den hl. Jakobus auf dem Weg zum Maryrium. Er wurde nach dem Zeugnis der Bibel von Herodes Agrippa – wohl im Jahre 42 – hingerichtet. Er war der große Volksheilige des Mittelalters, zu dessen Grab in Compostela in Spanien die Gläubigen von weither pilgerten. Der Name des Malers Jos. Appiani, der auch in der berühmten Basilika von Vierzehnheiligen gearbeitet hat, ist auf dem Halsband des Hundes zu lesen. Der Auszug mit Putten und Voluten zeigt das Bild der heiligsten Dreifaltigkeit.

Die beiden Seitenaltäre sind einander ähnlich im Aufbau: Stuckmarmor mit jonischen Säulen. Statt eines Altarbildes hat der linke Altar ein gutes Holzkruzifis, der rechte eine Madonna. Die beiden hübschen Altärchen an den Seitenwänden sind von Anton Petrolli aus Würzburg geschaffen. Die Mensa ist ein Sarkophag, die niederen Aufsätze zeigen Puttenköpfchen, Urnen und Kreuz.

Auch die schöne Kanzel ist wahrscheinlich von Petrolli (vielleicht aber auch von Materno Bossi, der u.a. auch an der Barockausstattung des Würzburger Domes maßgebend beteiligt war). An den Seiten sehen wir die Büsten der (damals bekannten) vier Erdteile. Auf dem Schalldeckel stehen eine Urne mit den Gesetzestafeln und Putten, die Leidenswerkzeuge tragen. An der Decke und in den einzelnen Stuckrahmenfeldern der Wände winden sich Lorbeergirlanden mit Bandschleifen und Kränzen und Rosetten aus Stuck.

Quelle: http://www.herzjesugemeinde.de/kirchen-und-geb----ude/jakobuskirche


(klicken Sie auf den Namen des Veranstaltungsort für eines Routenplan)

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