Vom 17. Oktober 2008 bis 24. Dezember 2008 ist die Wanderausstellung „Johann Valentin Rathgeber (1682-1750). Leben – Werk – Bedeutung“ im Burkardus-Haus Würzburg zu sehen.
Die Ausstellung präsentiert auf 25 Tafeln und in 2 Vitrinen verschiedene Themen zu Rathgeber und gibt damit einen guten Einblick in den Lebenskontext des Komponisten. Als weitere Exponate ist noch ein detailgetreuer Nachbau des Valentin Rathgeber Geburtshauses, eine lebensgroße Rathgeber-Figur und eine Multimediatafel mit zeitgenössischer Karte und digitalen Präsentationen zu erwähnen. Schließlich können über einen Multimedia-PC weiterführende Informationen zu Leben und Werk Rathgebers sowie zu den Aktivitäten der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft abgerufen werden.
Ein teils farbiger Ausstellungskatalog mit ca. 250 Seiten (Broschur oder Festeinband) bietet darüber hinaus zahlreiche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themen. Mit Audioguides kann sich der Besucher außerdem sowohl Texte zur Ausstellung wie auch Musik Rathgebers anhören.
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 8 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr
Freitag: 8 – 12 Uhr
Vortrag und Ausstellungseröffnung
Valentin Rathgeber (* 3. April 1682 in Oberelsbach, † 2. Juni 1750 in Kloster Banz) war der produktivste mainfränkische Klosterkomponist des Barocks. Als süddeutscher Antipode Telemanns ist er ein wichtiges Bindeglied zwischen Barock und Klassik und damit eine Antwort auf die oft gestellte Frage, wie so kurz nach Bach Mozart möglich wurde.
Auch wenn der Schwerpunkt seiner Arbeit auf Geistlicher Vokalmusik lag, so ist er doch vor allem bekannt als Schöpfer des so genannten „Augsburger Tafelconfectes“, einer Sammlung vergnüglicher Lieder. Mit seinem Personalstil, der Leichtigkeit, Kürze und Lieblichkeit zu einer gelungenen Synthese zusammenbrachte, schuf er für kleinere Ensembles ansprechende Vokalmusik, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts besonders im katholischen Raum sehr geschätzt wurde.
Die Wanderausstellung spürt in verschiedenen Themenfeldern dem Phänomen Rathgeber nach; sie ordnet ihn in seine Zeit ein und zeigt den Kontext auf, in dem er gewirkt hat.
Der Vortrag beleuchtet besonders die Beziehung Rathgebers zur Residenzstadt Würzburg, in der er 12 Jahre als Student gelebt und als Schulmeister gewirkt hat. Nicht nur das kirchliche und universitäre Umfeld Rathgebers, sondern auch die Pflege der Musik Rathgebers in Würzburg bereits zu dessen Lebzeiten soll eigens herausgearbeitet werden.
Referent: Privatdozent Dr. Erasmus Gaß
Freitag, 17. Oktober 2008, 18.15 Uhr, Katholische Domschule Würzburg
Ablauf: Vortrag, Gespräch, Ausstellungseröffnung
Eröffnung der Wanderausstellung "Johann Valentin Rathgeber (1682-1750) - Leben, Werk, Bedeutung" am 19.04.2008 um 19:30 Uhr im Martinushaus, Treibgasse 26, 63739 Aschaffenburg.
Die Wanderausstellung wird in Aschaffenburg vom 21.04.2008 bis 23.05.2008 zu sehen sein.
Weitere Informationen zur Wanderausstellung finden Sie hier.
Am 16. September 2007 wird der Kirchenchor aus Muri unter der Leitung von Johannes Strobl zusammen mit Solisten und Instrumentalisten aus der Rhön die neu entdeckte „Messe von Muri“ im Sonntagsgottesdienst um 10.15h in der Katholischen Wallfahrtskirche Oberelsbach zum ersten Mal aufführen. Der Schweizer Kirchenchor verbringt außerdem seinen diesjährigen Chorausflug in der Rhön, wozu die Valentin-Rathgeber-Gesellschaft Oberelsbach besonders eingeladen hat. Aus großem Interesse haben sich die Schweizer Sängerinnen und Sänger entschieden, einmal die Heimat des Komponisten kennenzulernen, der dem Fürstabt von Muri eine eigene Messe gewidmet hat. Die Valentin-Rathgeber-Gesellschaft freut sich besonders, die Gäste aus der Schweiz hier in Oberelsbach begrüßen zu dürfen, und hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Die „Messe von Muri“ ist zudem eine weitere Bereicherung im Jubiläumsjahr.
Mit dem 1. Internationalen Symposium „Rathgeber im Kontext" möchte die Valentin-Rathgeber-Gesellschaft Oberelsbach e.V. am 3. Juni ab 13.30 h in der Elstalhalle von Oberelsbach den bedeutenden, spätbarocken Klosterkomponisten P. Valentin Rathgeber OSB (1682-1750) unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Im Gegensatz zum Symposium anlässlich des 250. Todestages Rathgebers im Jahr 2000 sollen dieses Mal nicht nur Musikwissenschaftler, sondern auch Referenten aus benachbarten Fachgebieten zu Wort kommen. Als Spezialisten in ihrem Gebiet können die Vortragenden einen guten Beitrag leisten, sich dem Leben und Werk Rathgebers auf andere Weise zu nähern. Dadurch wird es möglich, den Komponisten Rathgeber als Teil der (Kultur)Geschichte des Spätbarocks kennen zu lernen. Rathgeber hat ja nicht im luftleeren Raum gewirkt, sondern war von vielen Voraussetzungen abhängig und hat auf die verschiedensten Anforderungen und Bedingungen seiner Umwelt reagiert. Mit dieser allgemeinen Zielrichtung wurde ein interessantes Tagungsprogramm zusammengestellt, das Musikwissenschaftler, Musikpädagogen, Historiker und Theologen vereint, um das Phänomen Rathgeber auf unterschiedlicher Weise zu beleuchten.
Im Ausstellungskatalog finden Sie zahlreiche Information zu Leben und Werk Rathgebers nach dem neusten Stand der Quellenlage aufgearbeitet. Folgende Themen werden behandelt: Charakterisierung des Zeitalters, Rathgeber in Oberelsbach, Würzburg und Kloster Banz, Rathgebers Werbetour und seine Kontakte zu verschiedenen Mäzenen, Rathgebers Musik und schließlich Anmerkungen zur Rezeptionsgeschichte. Ein umfangreiches Literaturverzeich- nis, eine umfassende Diskographie und eine Übersicht über Neuausgaben der Werke Rathgebers schließen den Katalog ab. Der Ausstellungskatalog umfasst 252 Seiten und ist reich bebildert.Der Ausstellungskatalog ist in unserem Online-Shop erhältlich.
Johann Valentin Rathgeber ist wohl der bekannteste mainfränkische Komponist, der als genialster und produktivster Kleinmeister des Barocks unter den zahlreichen Klosterkomponisten seiner Zeit gilt. Als süddeutscher Antipode Telemanns ist er ein wichtiges Bindeglied zwischen Barock und Klassik und eine Antwort auf die oft gestellte Frage, wie so kurz nach Bach Mozart möglich wurde. Bekannt wurde Rathgeber vor allem als Schöpfer des sogenannten „Augsburger Tafelconfectes“, einer Sammlung von vergnüglichen Liedern. Jedoch lag der Schwerpunkt seiner Arbeit auf Geistlicher Vokalmusik.
Hier finden Sie verschiedene Einspielungen mit Marienwerken ...