Johann Valentin Rathgeber ist wohl der bedeutendste und bekannteste mainfränkische Komponist, der als genialster und produktivster Meister des Barocks unter den zahlreichen Klosterkomponisten seiner Zeit gilt. Um das Werk Rathgebers der Nachwelt zu erhalten, wird die nachfolgende Stiftung ins Leben gerufen.
Die Stiftung führt den Namen „Valentin-Rathgeber-Stiftung“. Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Oberelsbach.
(1) Zweck der Stiftung ist die Förderung der Erforschung des Lebens und Werkes, sowie die Erhaltung und Weiterverbreitung des musikalischen Werkes des Oberelsbacher Barockkomponisten Johann Valentin Rathgeber (1682-1750).
(2) Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen in der genannten Reihenfolge verwirklicht:
a) Die Förderung des Werkes von Johann Valentin Rathgeber. Hierunter fallen
z. B.:
* Die finanzielle Unterstützung von Neueditionen.
* Die Förderung von Konzerten.
* Die finanzielle Unterstützung von wissenschaftlichen Arbeiten.
* Die Förderung der Dokumentation über das Leben und Wirken von Johann
Valentin Rathgeber in Oberelsbach (z.B. Exponate, Informationsschriften,
Rathgeber-Zimmer im Valentin-Rathgeber-Haus).
b) Die Unterstützung des einschlägigen musikalischen und kulturellen Lebens
in Mainfranken.
(3) Die Stiftung verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(4) Die Stiftung kann auch anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaften, Anstalten und Stiftungen oder einer geeigneten öffentlichen Behörde finanzielle oder sachliche Mittel zur Verfügung stellen, wenn diese Stellen mit den Mitteln Maßnahmen nach Absatz 2 fördern.
(1) Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigen.
(2) Ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung steht den durch die Stiftung Begünstigten aufgrund dieser Satzung nicht zu.
(1) Das der Stiftung zur dauernden und nachhaltigen Erfüllung ihres Stiftungszwecks zugewendete Vermögen (Grundstocksvermögen) ist in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Es ergibt sich aus der Anlage; diese ist wesentlicher Bestandteil dieser Satzung.
(2) Zustiftungen (Zuwendungen zum Grundstocksvermögen) sind zulässig. Zuwendungen ohne Zweckbestimmung aufgrund einer Verfügung von Todes wegen können dem Stiftungsvermögen zugeführt werden.
(1) Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben
1. aus den Erträgen des Grundstocksvermögens,
2. aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Aufstockung des Stiftungsvermögens bestimmt sind; § 4 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.
(2) Sämtliche Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
(3) Im Rahmen der steuerrechtlichen Bestimmungen dürfen Rücklagen gebildet werden, insbesondere, soweit dies erforderlich ist, um das Grundstocksvermögen in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten und die steuerbegünstigten satzungsgemäßen Zwecke dauernd und nachhaltig erfüllen zu können. Die Werterhaltungsrücklage soll eingerichtet werden.
(1) Organe der Stiftung sind
1. der Stiftungsvorstand,
2. der Stiftungsrat.
(2) Die Mitglieder der Stiftungsorgane sind zur gewissenhaften und sparsamen Verwaltung der Stiftung verpflichtet.
(3) Die Tätigkeit in den Stiftungsorganen ist ehrenamtlich. Anfallende Auslagen werden ersetzt. Für den Sach- und Zeitaufwand der Mitglieder des Stiftungsvorstands kann der Stiftungsrat eine in ihrer Höhe angemessene Pauschale beschließen.
(1) Der Stiftungsvorstand besteht aus 3 Mitgliedern. Dem Stiftungsvorstand gehört Herr Stefan Gaß auf Lebzeiten an. Die beiden weiteren Mitglieder des Stiftungsvorstandes werden von den Mitgliedern des Stiftungsrats nach § 9 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 auf die Dauer von 4 Jahren bestellt; dies gilt auch für das dritte Mitglied des Stiftungsvorstands ab dem Ausscheiden von Herrn Stefan Gaß. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wird das neue Mitglied nur für den Rest der Amtszeit bestellt. Beim Ausscheiden von Herrn Stefan Gaß wird das neu zu bestellende Vorstandsmitglied nur für den Rest der Amtszeit der beiden weiteren Mitglieder des Stiftungsvorstands bestellt. Wiederbestellung ist zulässig. Ein ausscheidendes Mitglied bleibt bis zur Bestellung des jeweiligen nachfolgenden Mitgliedes auf Ersuchen des Stiftungsrats im Amt.
(2) Der Stiftungsvorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden, der den Vorsitzenden in allen Angelegenheiten bei Verhinderung vertritt.
(1) Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Seine Mitglieder sind einzelvertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis vertritt der Vorsitzende die Stiftung alleine. Von den Beschränkungen des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 BayStG kann der Stiftungsrat den Stiftungsvorstand im Einzelfall befreien.
(2) Der Stiftungsvorstand ist befugt, anstelle des Stiftungsrates dringliche Anordnungen zu treffen und unaufschiebbare Geschäfte zu besorgen. Hiervon hat er dem Stiftungsrat spätestens in der nächsten Sitzung Kenntnis zu geben.
(3) Der Stiftungsvorstand führt entsprechend den Richtlinien und Beschlüssen des Stiftungsrats die Geschäfte der laufenden Verwaltung.
Aufgaben des Stiftungsvorstands sind insbesondere
1. die Vorlage von Vorschlägen zur Verwendung der Erträge des Grundstocksvermögens und zum Verbrauch bestimmter Zuwendungen,
2. die ordnungsgemäße Buchführung und Sammlung der Belege,
3. die Erstellung der Jahresrechnung (Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung und Vermögensübersicht), die Fertigung des Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks und die Vorlage der für die Rechnungsprüfung erforderlichen Unterlagen innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres an die Stiftungsaufsichtsbehörde.
(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
(5) Für den Geschäftsgang des Stiftungsvorstands gelten die Bestimmungen des § 11 dieser Satzung entsprechend. Der Stiftungsvorstand kann sich mit Zustimmung des Stiftungsrats eine Geschäftsordnung geben.
(1) Der Stiftungsrat besteht aus 5 beschließenden Mitgliedern.
1. Dem Stiftungsrat gehören auf Lebzeiten die Herren Berthold Gaß und Dr. Erasmus Gaß an. Beim Ableben geht die Mitgliedschaft jeweils auf einen Erben ebenfalls auf Lebzeiten über. Kann keiner der Erben die Mitgliedschaft im Stiftungsrat wahrnehmen oder wird die Mitgliedschaft von allen Erben abgelehnt, können die Erben eine dritte Person auf Lebzeiten oder jeweils für die Dauer der Amtszeit der weiteren Mitglieder des Stiftungsrates zum Mitglied im Stiftungsrat bestellen. Wiederbestellung ist zulässig. Soweit von den Erben nicht innerhalb von drei Monaten nach dem Ableben ein Mitglied benannt wird, bestellt der Vorstand der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft ein Mitglied für den Rest der Amtszeit der weiteren Mitglieder. Soweit von den Erben ein Mitglied für die Dauer der Amtszeit der weiteren Mitglieder des Stiftungsrates bestellte wurde, sind diese verpflichtet, spätestens vier Wochen vor Ablauf der Amtszeit der Mitglieder des Stiftungsrates der Valentin-Rathgeber-Stiftung das für die nächste Amtszeit oder auf Lebzeiten bestellte Mitglied zu benennen. Dies gilt auch, wenn ein Mitglied wegen Fristversäumung vom Vorstand der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft bestellt wurde. Kommen sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann der Vorstand der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft das neue Mitglied für die Dauer von 4 Jahren bestellen. Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines Mitglieds kann die Valentin-Rathgeber-Stiftung den Erben eine angemessene Frist (mindestens drei Monate) für die Bestellung eines Nachfolgers setzen. Nummer 1 Satz 5 gilt entsprechend.
2. Der Präsident der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft ist kraft Amts Mitglied des Stiftungsrates. Ist der Präsident der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft identisch mit einem Mitglied des Stiftungsrats nach § 9 Abs. 1 Nr. 1, bestimmt der Vorstand der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft das dritte Mitglied des Stiftungsrats. Dieses muss Mitglied der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft sein.
3. Zwei Mitglieder des Stiftungsrats werden von den Mitgliedern nach § 9 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 auf die Dauer von vier Jahren bestellt; bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitglieds wird das neue Mitglied nur für den Rest der Amtszeit bestellt. Wiederbestellung ist zulässig. Ein ausscheidendes Mitglied bleibt bis zur Bestellung des jeweiligen nachfolgenden Mitglieds auf Ersuchen des Stiftungsrats im Amt.
(2) Mitglieder des Stiftungsrats dürfen nicht zugleich dem Stiftungsvorstand angehören.
(3) Die beschließenden Mitglieder des Stiftungsrats wählen aus den Mitgliedern nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 einen Vorsitzenden und aus ihrer Mitte einen stellvertretenden Vorsitzenden, der den Vorsitzenden in allen Angelegenheiten bei Verhinderung vertritt.
(4) Der Stiftungsrat kann weitere beratende Mitglieder bestellen.
(1) Der Stiftungsrat entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten und berät, unterstützt und überwacht den Stiftungsvorstand bei seiner Tätigkeit. Er beschließt insbesondere über
1. die Verwendung der Erträge des Grundstocksvermögens und zum Verbrauch bestimmter Zuwendungen, vgl. § 8 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1;
2. die Jahresrechnung und den Bericht über die Erfüllung des Stiftungszwecks, vgl. § 8 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3;
3. die Entlastung des Stiftungsvorstands;
4. Änderung der Stiftungssatzung und Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung, vgl. § 12.
(2) Der Vorsitzende des Stiftungsrats vertritt die Stiftung bei Rechtsgeschäften mit dem Stiftungsvorstand oder einzelnen Mitgliedern des Stiftungsvorstands.
(1) Der Stiftungsrat wird vom Vorsitzenden nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zu einer Sitzung einberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich; die Schriftform gilt durch Telefax, E-Mail oder durch sonstige dokumentierbare Übermittlung in elektronischer Form als gewahrt. Sitzungen sind ferner einzuberufen, wenn zwei beschließende Mitglieder des Stiftungsrates oder der Stiftungsvorstand dies verlangen. Der Stiftungsvorstand kann an der Sitzung des Stiftungsrats teilnehmen, auf Verlangen des Stiftungsrats ist er dazu verpflichtet.
(2) Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß geladen wurde und mindestens die Hälfte der beschließenden Mitglieder, unter ihnen der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende anwesend sind. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle betroffenen beschließenden Mitglieder anwesend sind und keines dieser Mitglieder Widerspruch erhebt.
(3) Der Stiftungsrat trifft seine Entscheidungen, soweit kein Fall des § 12 vorliegt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden oder des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag. Wenn nicht mindestens ein Mitglied des Stiftungsrats nach § 9 Abs . 1 Nrn. 2 und 3 seinen Hauptwohnsitz in Oberelsbach hat, steht den Herren Berthold Gaß und Dr. Erasmus Gaß bzw. deren Rechtsnachfolger ein Vetorecht zu.
(4) Wenn kein beschließendes Mitglied widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden; die Schriftform gilt durch Telefax, E-Mail oder durch sonstige dokumentierbare Übermittlung der Stimmabgabe in elektronischer Form als gewahrt. Die beratenden Mitglieder werden hierbei nicht beteiligt. Dies gilt nicht für Entscheidungen nach § 12 dieser Satzung.
(5) Über die Ergebnisse der Sitzungen und der Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren sind Niederschriften zu fertigen und vom Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen. Sie sind allen Mitgliedern der Stiftungsorgane zur Kenntnis zu bringen.
(1) Satzungsänderungen sind zulässig, soweit sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen. Sie dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben. Soweit sie sich auf die Steuerbegünstigung der Stiftung auswirken können, sind sie der zuständigen Finanzbehörde zur Stellungnahme vorzulegen.
(2) Änderungen des Stiftungszwecks sind nur zulässig, wenn seine Erfüllung unmöglich wird oder sich die Verhältnisse derart ändern, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr sinnvoll erscheint. Umwandlung und Aufhebung der Stiftung richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.
(3) Beschlüsse nach Absatz 1 bedürfen der Zustimmung von vier beschließenden Mitgliedern des Stiftungsrats, Beschlüsse nach Absatz 2 der Zustimmung aller beschließenden Mitglieder des Stiftungsrats. Der Stiftungsvorstand muss der Satzungsänderung bzw. der Aufhebung der Satzung zustimmen. Die Beschlüsse werden erst nach Genehmigung durch die Regierung (§ 14) wirksam.
Bei Aufhebung oder Auflösung der Stiftung oder bei Wegfall ihrer steuerbegünstigten Zwecke fällt das Restvermögen an den Markt Oberelsbach. Dieser hat es unter Beachtung des Stiftungszwecks unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige kulturelle Zwecke zu verwenden.
(1) Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Unterfranken.
(2) Der Stiftungsaufsichtsbehörde sind Änderungen der Anschrift, der Vertretungsberechtigung und der Zusammensetzung der Organe unverzüglich mitzuteilen.
Die Satzung tritt mit Anerkennung der Stiftung durch die Regierung von Unterfranken in Kraft.
(Anerkannt von der Regierung von Unterfranken mit RS vom 16.12.2009 Nr. 44-1222.00-17/09)
| Stiftungssatzung | Stiftungssatzung der Valentin-Rathgeber-Stiftung Oberelsbach vom 23.11.2009 |
Um das Werk Rathgebers der Nachwelt zu erhalten, wurde die Valentin-Rathgeber-Stiftung ins Leben gerufen. Sie wurde mit Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 16.12.2009 Nr. 44-1222.00-17/09 gemäß §§ 80, 81 BGB als rechtsfähig anerkannt.
Zweck dieser Stiftung ist die Förderung der Erforschung des Lebens und Werkes, sowie die Erhaltung und Weiterverbreitung des musikalischen Werkes des Oberelsbacher Barockkomponisten Johann Valentin Rathgeber (1682-1750). Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die finanzielle Unterstützung von Neueditionen, wissenschaftlichen Arbeiten und Konzerten verwirklicht. Außerdem soll die Dokumentation über das Leben und Wirken von Johann Valentin Rathgeber in Oberelsbach gefördert werden, z.B. durch Exponate, durch Informationsschriften oder durch die Ausstattung des Rathgeber-Zimmers im Valentin-Rathgeber-Haus. Darüber hinaus kann sie in begründeten Fällen auch das musikalische und kulturelle Leben in Mainfranken unterstützen.
Da die Stiftung damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung verfolgt, darf sie bei Zustiftungen Spendenbescheinigungen ausstellen.
Um das bisherige Grundstocksvermögen der Stiftung zu erhöhen, ist jede Spende herzlich willkommen. Nur durch die finanzielle Mithilfe Vieler läßt sich der Stiftungszweck dauerhaft erfüllen und ausweiten.
Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie unseren Goldesel!
Ein herzliches Vergelt's Gott allen Spendern!
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Diskographie mit Werken von Valentin Rathgeber. Auch wenn wir um Vollständigkeit bemüht sind, kann uns doch das eine oder andere entgangen sein. Für weitere Hinweise sind wir daher sehr dankbar.
Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Literaturangaben zu Valentin Rathgeber. Auch wenn wir um Vollständigkeit bemüht sind, kann uns doch das eine oder andere entgangen sein. Für weitere Literaturhinweise sind wir daher sehr dankbar.
Brusniak, Friedhelm/Gerecke Michael, Eine unbekannte Zweitauflage von Johann Valentin Rathgebers Missale Opus XII Pars I aus dem Jahre 1743 in der Dombibliothek Fritzlar. Ein neuer Beleg für die Beliebtheit der Ruralmesse im 18. Jahrhundert: Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG). Bd. 122 (Kassel) 43–56.
Brusniak, Friedhelm/Gerecke Michael, Unbekannter Rathgeber-Druck in der Dombibliothek Fritzlar, Zweitauflage der Ruralmessen Op. 12 von 1743 wiederentdeckt: Kirchenmusikalische Informationen. Musik im Bistum Fulda 2017. 2. Halbjahr (Fulda) 24–28.
Brusniak, Friedhelm, Pater Valentin Rathgebers „musikalischer Humor“: Jung-Kaiser, Ute/Diedrich, Stephan (Hrsg.), Musikalischer Humor als ästhetische Distanz? (15. Internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung, Symposia 1), Göttingen, 99–112.
Gaß, Berthold, Johann Valentin Rathgeber: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. BBKL, Band XXXII (Nordhausen) Spalten 1117-1158.
Dippold, Günter, Leben und Nachleben des Komponisten P. Valentin Rathgeber OSB: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege. Neue Folge. Jg. 62 Heft 3 (Würzburg) 198–206.
Gaß, Erasmus, Valentin Rathgeber und Fladungen: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld. Jg. 32 (Mellrichstadt) 373–382.
Gaß, Erasmus, Fränkische Klosterkomponisten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Valentin Rathgeber und Zeitgenossen: Kirchenmusik in der Diözese Würzburg. Studien und Quellen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg. Bd. 64 (Würzburg) 74–235.
Janz, Bernhard, Stationen der Kirchenmusik im Bistum Würzburg: Kirchenmusik in der Diözese Würzburg. Studien und Quellen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg. Bd. 64 (Würzburg) 40–55.
Kirsch, Dieter, Die Kirchenmusik und das Wirken der Schullehrer im Bistum Würzburg des 19. Jahrhunderts: Kirchenmusik in der Diözese Würzburg. Studien und Quellen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg. Bd. 64 (Würzburg) 256–270.
Koesler, Siegfried, Die Würzburger Dommusik in den ersten zwei Dritteln des 20. Jahrhunderts: Kirchenmusik in der Diözese Würzburg. Studien und Quellen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg. Bd. 64 (Würzburg) 271– 326.
Gaß, Erasmus, Rhöner Klosterkomponisten – Valentin Rathgeber und Zeitgenossen: Hauptvorstand des Rhönklubs (Hrsg.), Rhön – Barock in Stadt und Land. 45. Kulturtagung auf dem Volkersberg vom 4.–5. April 2009 (Fulda) 57–71.
Gaß, Erasmus, P. Valentin Rathgeber OSB (1682–1750) im Kontext der mainfränkischen Klostermusik: Günther Massenkeil (Hrsg.), Kirchenmusikalisches Jahrbuch 2008. Jg 92 (Paderborn) 49–67.
Gaß, Erasmus, „Ein Kuhe gehört im Stall, und ein Mönch in sein Closter“. Klosterflucht im 18. Jahrhundert: Dieter Michael Feineis/Erik Soder von Güldenstubbe/Wolfgang Weiß (Hrsg.), Würzburger Diözesangeschichtsblätter. Bd. 71 (Würzburg) 235–248.
Brusniak, Friedhelm, Die Valentin-Rathgeber-Bearbeitungen in den Volksliederbüchern für Chorgesang des 20. Jahrhunderts: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 77–106.
Dippold, Günter, Das Klosterleben in Banz zur Zeit Valentin Rathgebers: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 35–54.
Gaß, Erasmus, Valentin Rathgeber im interdisziplinären Spannungsfeld: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 9–15.
Gaß, Erasmus, Neues zur Quellenkunde Rathgebers: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 187–239.Gaß, Erasmus, Rathgeber als Kurgast in Kissingen im Jahr 1744: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 60, 162–177.
Jurgensmeier, Charles, Die Magnifikatvertonungen von Valentin Rathgeber OSB in den Vesperae Rurales – Eine kritische Bestandsaufnahme: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 107–121.
Konik, Marcin, Johann Valentin Rathgebers Werke im Lichte der polnischen Quellen: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 173–186.
Scheele, Paul-Werner, Hinweise zur Spiritualität Valentin Rathgebers in seinen Arien (Opus X): Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 55–75.
Ullrich, Hermann, Rathgeber-Rezeption bei Jesuiten und Franziskanern: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 123–172.
Weiß, Wolfgang, Valentin Rathgeber – ein Sohn des Bistums und Hochstifts Würzburg: Gaß, Erasmus/Gaß Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 17–33.Willner, Nikola/Gaß, Erasmus, Die Widmungsvorreden Rathgebers zu Opus XIV–XIX lateinisch – deutsch mit Kommentar: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 241–297.
Willner, Nikola/Gaß, Erasmus, P. Valentin Rathgebers Aufenthalt in Pannonhalma lateinisch – deutsch mit Kommentar: Gaß, Erasmus/Gaß, Berthold (Hrsg.), Rathgeber im Kontext. I. Internationales Rathgeber-Symposium am 3. Juni 2007 in Oberelsbach. FS Franz Krautwurst (Musica Buchonica 2; Oberelsbach) 299–305.
Braun, Andrea, „Alleweil ein wenig lustig ...“. 325. Geburtstag des fränkischen Komponisten Valentin Rathgeber: Würzburger katholisches Sonntagsblatt 154/15, 38.
Gaß, Erasmus, Neues zur Biographie von Johann Valentin Rathgeber (1682–1750): Würzburger Diözesangeschichtsblätter 69, 471–489.
Gaß, Erasmus/Gaß Berthold, Johann Valentin Rathgeber (1682–1750). Leben – Werk – Bedeutung. Ausstellungskatalog anlässlich des 325. Geburtstages Rathgebers (Musica Buchonica 1; Oberelsbach).
Gaß, Erasmus/Gaß Berthold, Valentin Rathgeber und seine Rhöner Heimat. Geburtstag jährt sich 2007 zum 325. Mal: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 29, 429–437.
Krautwurst, Franz, Valentin Rathgeber in St. Gallen (1731): Gaß, Erasmus/Gaß Berthold (Hrsg.), Johann Valentin Rathgeber (1682–1750). Leben – Werk – Bedeutung. Ausstellungskatalog anlässlich des 325. Geburtstages Rathgebers (Musica Buchonica 1; Oberelsbach) 239–241.
Gaß, Erasmus, „Die unerlaubte Reise“. Rathgeber als Werbestratege: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 28, 81–86.
Krautwurst, Franz, Valentin Rathgeber OSB (1682–1750): Brusniak, Friedhelm (Hrsg.), Franconia cantat. Fränkische Musikgeschichte in Lebensbildern aus sechs Jahrhunderten (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte IX/51; Stegaurach) 63–83.
Bayreuther, Rainer, Rathgeber, Johann Valentin: 2MGG Personenteil 13 Pal-Rib (Kassel), 1303-1305.
Mettenleiter, Andreas, Das ganze Leben ist dankbare Musik. Über den Barockkomponisten und Benediktinerpater Johann Valentin Rathgeber: Fränkischer Hauskalender und Caritaskalender 2006 (Würzburg) 120–123.
Eybl, Franz M., Verdrängte Gesänge. Liedzirkulation, Zensur und Geselligkeit in der süddeutschen Barockkultur: Battafarano, Italo Michele (Hrsg.), Morgen-Glantz. Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft 14 (Sulzbach-Rosenberg) 33–52.
Dotzauer, Wilfried, Rathgeber, Johann (Hans) Valentin: Hockerts, H. G. (Hrsg.), Neue Deutsche Biographie 21 (Berlin), 178-179.
Gaß, Erasmus, Johann Valentin Rathgeber (1682–1750) – Mainfränkischer Komponist im Kloster Banz: Trenschel, H.-P. (Hrsg.), „... meine angenehmste Unterhaltung“. Musikinstrumente und Musikalien aus fränkischen Sammlungen. Zur Sonderausstellung des Mainfränkischen Museums Würzburg 14. Mai – 24. August 2003 (Würzburg 2003) 81–86.
Gaß, Erasmus, „Non artificium extraordinarium, sed...“. Die Bedeutung Valentin Rathgebers durch die Jahrhunderte: Wittstadt, K. (Hrsg.), Kirchenmusik – Glaubensmusik. Festschrift Paul Damjakob (Würzburger Diözesangeschichtsblätter 64; Würzburg) 77–102.
Nowak, Erhard, Valentin – Der Mönch und Musikus aus der Rhön: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 2002 (Mellrichstadt) 113–122.
Wewers, Siegfried, Tafelkonfekt aus Kloster Banz: Jahrbuch St. Ottilien 2002 (St. Ottilien) 41–44.
Hippeli, Sven, Valentin Rathgeber (Diplomarbeit; Düsseldorf).
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Dahlberg, Josef, Valentin Rathgeber. Das vergessene Jubiläum: Musica Sacra 120/3, 5–7.
Dahlberg, Josef, Das vergessene Jubiläum (2. Teil). Zum 250. Todestag von Valentin Rathgeber (Fortsetzung aus Heft 3/2000): Musica Sacra 120/4, 9–10.
Dotzauer, Wilfried, J. Valentin Rathgeber und seine Kirchenmusik: Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg 23, 4–12.
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Nowak, Erhard, Notenmaterial zum „Valentin-Rathgeber-Jahr 1982“: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 1983 (Mellrichstadt) 124–126.
Schramm, Theresia, Leben, Werk und Bedeutung Johann Valentin Rathgebers im Rahmen der fränkischen Musikgeschichte (Facharbeit; Bad Brückenau).
Behr, Hans, Weder Heiliger noch Bruder Liederlich. Heute vor 300 Jahren wurde der Komponist Valentin Rathgeber in Oberelsbach geboren: Mainpost 3. April, 27.
Honegger, Marc/Massenkeil, Günther, Das grosse Lexikon der Musik in acht Bänden. Band 7 Randhartinger–Stewart (Freiburg).
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Spornberger, Carl, Zum 300. Geburtstag des Rhöner Barock-Komponisten Johann Valentin Rathgeber: Heimatjahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 1982 (Mellrichstadt) 198–200.
Baumgartner, Alfred, Der Grosse Musikführer. Musikgeschichte in Werkdarstellungen. Barockmusik (Salzburg).
Nowak, Erhard, Rathgebers Leben: Kleiner, Hans/Nowak, Erhard (Hrsg.), „Nur wer die Musik liebt...“ Valentin Rathgeber (1682–1750). Heimat, Herkunft, Leben und Werk (Bad Neustadt/S.) 39–48.
Nowak, Erhard, Rathgebers Werk. Werkverzeichnis: Kleiner, Hans/Nowak, Erhard (Hrsg.), „Nur wer die Musik liebt...“ Valentin Rathgeber (1682–1750). Heimat, Herkunft, Leben und Werk (Bad Neustadt/S.) 55–74.
Ullrich, Hermann, Die Te-Deum-Kompositionen von Valentin Rathgeber O.S.B. (1682–1750). Musikwissenschaftliche und musikdidaktische Studien (Zulassungsarbeit; Schwäbisch Gmünd).
Csóka, Johannes Lajos, Geschichte des benediktinischen Mönchtums in Ungarn (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige Ergänzungsband 24; St. Ottilien).
Kalb, Karl Heinz, Banz. Ein fränkisches Benediktinerkloster im Wandel seiner Geschichte (Heimatbeilage zum Amtlichen Schulanzeiger des Regierungsbezirks Oberfranken 75; Bayreuth).
Roche, Elizabeth, Rathgeber, Johann Valentin: Sadie, Stanley (Hrsg.) The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Band 5 Playford–Riedt (London) 598–599.
Szigeti, Kilian, Werke P. Valentin Rathgebers OSB in Ungarn: Jahresbericht 1976/77. Egbert-Gymnasium, Humanistisches-Neusprachliches Gymnasium und Seminarien der Abtei Münsterschwarzach (Münsterschwarzach) 46–47.
Dotzauer, Wilfried, Die kirchenmusikalischen Werke Johann Valentin Rathgebers (Erlangen).
Rehm, Gottfried, Rathgebers Musik in der Schweiz und in der DDR: Rhönwacht 1, 5.
Szigeti, Kilian, P. Valentin Rathgebers Reise nach Ungarn im Jahre 1735: Jahresbericht 1975/76. Egbert-Gymnasium, Humanistisches-Neusprachliches Gymnasium und Seminarien der Abtei Münsterschwarzach (Münsterschwarzach) 57–60.
Dahlhaus, Carl, Riemann Musiklexikon. Ergänzungsband. Personenteil L – Z (Mainz).
Maul, Heidemarie, Valentin Rathgeber (1682–1750). Sein Leben und seine Werke (Zulassungsarbeit; Würzburg).
Cushman, D. Stephen, Joseph Haydn’s Melodic Materials. An Explanatory Introduction to the Primary and Secondary Sources Together with an Analytical Catalogue and Tables of Proposed Melodic Correspondance and/or Variance (Boston).
Meurer, Reinhold, V. Rathgeber. Die Messen I, II und VIII aus op. I (Zulassungsarbeit; Würzburg).
Bosco, Umberto (Hrsg.), Dizionario Enciclopedico Italiano. Band 10 Q – Sch (Rom) 157.
Rehm, Gottfried, Rathgebers Musik in Rhöner Kirchen: Buchenblätter 28, 111–112.
Regau, Thomas, Valentin Rathgeber: Schindler, Herbert (Hrsg.), Bayerns goldenes Zeitalter (München) 86–95.
Rehm, Gottfried, Ein Rathgeberlied im Wandel der Zeit: Buchenblätter 1.8., 14.
Rehm, Gottfried, Rathgeber im Hess. Rundfunk: Buchenblätter 5, 19.
Rehm, Gottfried, Das neue Musiklexikon über Rathgeber: Buchenblätter 33, 132.
Rehm, Gottfried, Schallplatten mit Musik von V. Rathgeber: Buchenblätter 4, 16.
Rehm, Gottfried, ‘Alleweil ein wenig lustig’. Ein Beitrag zur Geschichte eines Rathgeberliedes: Rhönwacht 4, 99–100.
Rehm, Gottfried, Eine Anweisung für Sänger und Organisten von 1727: Musica Sacra 86, 354–355.
Zieri, Martin, P. Johann Valentin Rathgeber (1682–1750): Der Kirchensänger. Gesinnungsblatt für katholische Kirchenchöre 16/2, 1–3.
Rehm, Gottfried, Valentin Rathgebers „Pastorellen für die Weihnachtszeit“: Musica Sacra 85, 11–14.
Regau, Thomas, Die barocke Ranke. Ein Lebensbild des Komponisten Valentin Rathgeber aus Kloster Banz: Gehört – Gelesen 11/12, 1403–1409.
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Steglich, Rudolf, Valentin Rathgebers poetische Lektion für Kirchenchöre und Organisten aus der „Harmonia Mariano-musica“ Banz 1727: Der Kirchenchor 24/5, 65–66.
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Rehm, Gottfried, Weihnachtliche Orgelmusik eines Rhöner Komponisten: Buchenblätter 25, 98.
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Tonger, P. J., Conversations-Lexikon der Tonkunst (Beilage der Neuen Musikzeitung; Köln).
Kornmüller, Utto,Die Pflege der Musik im Benedictiner-Orden: Wissenschaftliche Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner-Orden I/4, 3–35.
Lindner, Pirmin August, Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern vom Jahre 1750 bis zur Gegenwart. Band 2 (Regensburg).
Mendel, Hermann/Reissmann, August, Musikalisches Conversations-Lexikon eine Enzyklopädie der gesamten musikalischen Wissenschaften in 12 Bänden. Band 8 Paix – Rychnovský (Berlin).
Paul, Oscar, Handlexikon der Tonkunst. Band 1 L–Z (Leipzig).
Lindner, Ernst Otto, Geschichte des deutschen Liedes im 18. Jahrhundert (Leipzig).
Fétis, François-Joseph, Biographie Universelle des Musiciens et Bibliographie Générale de la Musique. Band 7 Per – Scu (Paris).
Bernsdorf, Eduard, Neues Universal-Lexikon der Tonkunst für Künstler, Kunstfreunde und alle Gebildeten. Band 3 (Dresden).
Meyer, Joseph, Das grosse Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände in Verbindung mit Staatsmännern, Gelehrten, Künstlern und Technikern. Abteilung II Band 5 Pugnani – Robespierre (Hildburghausen).
Gaßner, Ferdinand Simon, Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart).
Schilling, Gustav, Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften oder UniversalLexicon der Tonkunst. Band 5 Moritz bis Ries (Stuttgart).
Schatt, Georg Ildefons, Lebens-Abriß des Hochwürdigen und Hochwohlgeborenen Herrn Gallus Dennerlein, Abten und Prälaten des aufgelößten Benediktiner-Stifts Banz (Bamberg).
Jöcher, Christian Gottlieb, Allgemeines Gelehrten-Lexicon darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht. 10. Fortsetzung und Ergänzungen. Band 6 Pfeiffer bis Rinov (Leipzig).
Jäck, Joachim Heinrich, Pantheon der Literaten und Künstler Bambergs. Band 5/6 (Bamberg).
Gerber, Ernst Ludwig, Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler. Band 3 K–R (Leipzig).
Choron, Alexandre Etienne/Fayolle, François Joseph Marie, Dictionnaire Historique des Musiciens, Artistes et Amateurs, Morts ou Vivans Précédé d'un Sommaire de l'Histoire de la Musique. Band 2 M – Z (Paris).
Gerber, Ernst Ludwig, Historisch-biographisches Lexicon der Tonkünstler. Band 2 N–Z (Leipzig).
Zedler, Johann Heinrich, Grosses vollständiges Universallexikon. Band 30 Q, R – Reh (Leipzig).
Walther, Johann Gottfried, Musikalisches Lexikon oder musikalische Bibliothek (Leipzig).
Die Komplettzusammenstellung der gedruckten Werke Rathgebers besteht aus insgesamt 10662 (10650) Seiten, verteilt auf 28 (27) Werksammlungen in 254 (249) Stimmheften.
Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Werke, die unmittelbar von Rathgeber stammen, während die vierte Tracht des Tafelkonfekts allgemein Johann Caspar Seyfert zugeschrieben wird.
Wir bedanken uns bei allen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, die unser Vorhaben ideell und materiell gefördert haben, namentlich bei:
Dr. sc.techn. H.-R. Binz (Solothurn/CH)
Sr. M. Clara Bobst (Sarnen/CH)
Stefan Dell'Olivo (Zürich/CH)
P Lukas Helg (Einsiedeln/CH)
P Roman Hofer (Engelberg/CH)
Dir. Terézia Kaššayová (Martin/SLK)
Dr. Marianne Luginbühl (Frauenfeld/CH)
Dr. Erasmus Gaß
Berthold Gaß
Stefan Gaß
Op 1 1721 (21728) (R 295)
Titel: Oktava musica clavium octo musicarum in Missis octo musicalibus
Widmung: Abt Benedikt Lurz (Banz)
Inhalt: 8 Messen (+ 2 Requien in der 2. Auflage)
Besetzung: C (48) A (48) T (48) B (48) Vl 1 (52) Vl 2 (52) Vc (58) O (62) = 416 Seiten
Op 2 1723 (R 296)
Titel: Cornu Copiae Vesperarum diversarum
Widmung: Weihbischof Johann Bernhard Mayer (Würzburg)
Inhalt: 6 Vespern, 5 Psalmen, 2 Magnifikat, 4 Antiphonen, 1 Lauretanische Litanei
Besetzung: C (66) A (62) T (64) B (64) Vl 1 (72) Vl 2 (72) Vc (84) O (90) TL 1 (16) TL 2 (16) = 606 Seiten
Op 3 1725 (21726) (R 297)
Titel: Novena Principalis Constantiniana
Widmung: Abt Constantin von Buttlar (Fulda)
Inhalt: 8 Messen, 1 Requiem
Besetzung: C (68) A (68) T (68) B (68) Vl 1 (88) Vl 2 (88) Vc (86) O (90) TL 1 (34) TL 2 (34) = 692 Seiten
Op 4 1726 (R 299)
Titel: Sacra anaphonensis viginti quatuor Offertoria
Widmung: Abt Wilhelm Sölner (Ebrach)
Inhalt: 24 Offertorien
Besetzung: C (46) A (48) T (44) B (42) Vl 1 (60) Vl 2 (60) Vc (64) O (68) TL 1 (28) TL 2 (28) = 488 Seiten
Op 5 1727 (R 300)
Titel: Harmonia Mariano-musica
Widmung: Himmelskönigin und Jungfrau Maria
Inhalt: 6 marianische Litaneien, 15 Antiphonen, 2 Te Deum, 2 Miserere
Besetzung: C (48) A (48) T (40) B (42) Vl 1 (60) Vl 2 (60) Vc (66) O (68) TL 1 (20) TL 2 (20) Ty (12) = 484 Seiten
Op 6 1728 (R 321)
Titel: Chelys Sonora
Widmung: Hofrat Johann Georg Franz Lurz (Bamberg/Mainz)
Inhalt: 24 Instrumentalkonzerte
Besetzung: Vlp (74) Vl 1 (64) Vl 2 (62) Vc (50) O (54) CL 1 (20) CL 2 (16) = 340 Seiten
Op 7 1730 (R 301)
Titel: Decas Mariano-musica
Widmung: Abt Nikolaus Paccius (Trier)
Inhalt: 10 Messen
Besetzung: C (64) A (64) T (64) B (64) Vl 1 (74) Vl 2 (74) Vc (76) O (80) CL 1 (32) CL 2 (32) = 624 Seiten
Op 8 1731 (R 302)
Titel: Harmonia lugubris in refrigerium fidelium defunctorum conscripta
Widmung: Armen Seelen im Fegefeuer
Inhalt: 6 Requien, 2 Libera me
Besetzung: C (38) A (38) T (38) B (38) Vl 1 (46) Vl 2 (46) Vc (52) O (54) L 1 (28) L 2 (28) AT (28) TT (28) BT (28) = 490 Seiten
Op 9 1732 (R 303)
Titel: Psalmodia vespertina
Widmung: Graf Ernst von Montfort
Inhalt: 4 Vespern, 5 Psalmen, 1 Magnifikat, 1 Komplet
Besetzung: C (50) A (48) T (48) B (48) Vl 1 (58) Vl 2 (58) Vc (60) O (64) C 1 (14) C 2 (14) Ty (14) = 476 Seiten
Op 10 1732 (R 304)
Titel: Vox sonora decantans Arias XVI
Widmung: Abt Alberich Beusch (Wettingen)
Inhalt: 16 Soloarien
Besetzung: C (34) Vl 1 (32) Vl 2 (32) Va (20) Vc (36) O (40) = 194 Seiten
Op 11 1732 (R 305)
Titel: Columba sacra ad coelum gemens
Widmung: Abt Ambrosius Müller (Pfäfers)
Inhalt: 36 Hymnen
Besetzung: C (44) A (38) T (36) B (36) Vl 1 (54) Vl 2 (54) Vc (52) O (56) TL 1 (30) TL 2 (30) = 430 Seiten
Op 12a 1733 (21743) (R 306)
Titel: Missale tum rurale tum civile
Widmung: Pfarrer Dr iur utr Melchior Sauter (Wasserburg)
Inhalt: 6 Messe, 2 Requien
Besetzung: C (40) A (42) T (24) B (36) Vl 1 (40) Vl 2 (40) Vc (42) O (44) TL 1 (16) TL 2 (16) = 340 Seiten
Op 12b 1733 (R 307)
Titel: Missale tum rurale tum civile
Widmung: Propst Dr iur Anton Cajetan von Unertl (Habach)
Inhalt: 6 Messen
Besetzung: C (38) A (38) T (30) B (36) Vl 1 (42) Vl 2 (42) Vc (46) O (50) TL 1 (16) TL 2 (16) = 354 Seiten
Op 13 1734 (R 308)
Titel: Cithara Davidis poenitentis
Widmung: Abt Maximilian Rest (Scheyern)
Inhalt: 6 Miserere, 6 Tantum Ergo
Besetzung: C (38) A (38) T (36) B (38) Vl 1 (46) Vl 2 (46) Vc (54) O (58) L 1 AT (26) L 2 TT (24) BT (18) = 422 Seiten
Op 14a 1734 (R 309)
Titel: Holocaustoma ecclesiasticum
Widmung: Abt Anselm Godin (Regensburg)
Inhalt: 20 Offertorien, 6 Antiphonen
Besetzung: C (44) A (42) T (40) B (38) Vl 1 (48) Vl 2 (48) Vc (50) O (54) TL 1 (24) TL 2 (24) Ty (12) = 424 Seiten
Op 14b 1734 (R 310)
Titel: Holocaustoma ecclesiasticum
Widmung: Abt Joscio Hamberger (Niederaltaich)
Inhalt: 20 Offertorien, 6 Antiphonen
Besetzung: C (48) A (46) T (46) B (44) Vl 1 (56) Vl 2 (56) Vc (58) O (60) TL 1 (28) TL 2 (28) Ty (12) = 482 Seiten
Op 14c 1735 (R 311)
Titel: Holocaustoma ecclesiasticum
Widmung: Abt Berthold Dietmayr (Melk)/Abt Robert Leeb (Heiligenkreuz/St. Gotthard)
Inhalt: 20 Offertorien, 6 Antiphonen, 3 Tenebrae
Besetzung: C (52) A (48) T (48) B (46) Vl 1 (58) Vl 2 (58) Vc (56) O (62) TL 1 (28) TL 2 (28) Ty (14) = 498 Seiten
Op 15 1735 (R 312)
Titel: Dominicale complectens Offertoria
Widmung: Abt Carl Fetzer (Wien)/Abt Benedek Sajghó (Pannonhalma)
Inhalt: 50 Offertorien
Besetzung: C (46) A (46) T (46) B (46) Vl (42) Vc (50) O (52) AT (38) TT (38) = 404 Seiten
Op 16 1736 (R 313)
Titel: Antiphonale Marianum
Widmung: Provinzial Franz Molindes (Wien)/Abt Kilian Werlein (St. Lambrecht)
Inhalt: 24 Antiphonen
Besetzung: C (22) A (22) T (22) B (22) Vl 1 (20) Vl 2 (20) Vc (22) O (30) = 180 Seiten
Op 17 1736 (R 314)
Titel: Psalterium jucundum
Widmung: Ernst Freiherr von Girardi (Mariazell)
Inhalt: 4 Vespern, 5 Psalmen
Besetzung: C (40) A (36) T (32) B (38) Vl 1 (40) Vl 2 (40) Vc (40) O (44) C 1 (12) C 2 (12) Ty (12) = 346 Seiten
Op 18 1736 (R 315)
Titel: Cultus Marianus
Widmung: keine
Inhalt: 6 lauretanische Litaneien
Besetzung: C (22) A (20) T (18) B (20) Vl 1 (22) Vl 2 (22) Vc (22) O (20) ClC 1 (8) ClC 2 (8) Ty (8) = 190 Seiten
Op 19 1738 (R 316)
Titel: Sacrarium quadriforme
Widmung: Abt Gregor Stumm (Banz)
Inhalt: 4 Messen
Besetzung: C (42) A (42) T (38) B (38) rC (36) rA (36) rT (34) rB (34) Vl 1 (60) Vl 2 (60) Vc (60) O (64) Cl 1 (28) Cl 2 (28) AT (30) TT (30) Ty (14) = 674 Seiten
Op 20 1739 (R 317)
Titel: Hortus noviter exstructus germinans flores novos
Widmung: keine
Inhalt: 30 Offertorien
Besetzung: C (48) A (50) T (46) B (46) Vl 1 (42) Vl 2 (42) Vc (52) O (52) = 378 Seiten
Op 22 1743 (21750) (R 322)
Titel: Musicalischer Zeit-Vertreib auf dem Clavier
Widmung: keine
Inhalt: 60 Schlagarien
Besetzung: O (124) = 124 Seiten
1733 (R 318)
Titel: Ohren-vergnügendes und Gemüth-ergötzendes Tafel-Confect
Widmung: keine
Inhalt: 12 Stücke
Besetzung: C 2 (60) C 2 (36) B (32) O (28) = 156 Seiten
1737 (R 319)
Titel: Andere Tracht Des Ohren-vergnügenden und Gemüth-ergötzenden Tafel-Confects
Widmung: keine
Inhalt: 12 Stücke
Besetzung: C (40) C / A / Vl 1 (22) T / Vl 2 (22) B (36) O (40) = 160 Seiten
1739 (R 320)
Titel: Dritte Tracht Des Ohren-vergnügenden und Gemüth-ergötzenden Tafel-Confects
Widmung: keine
Inhalt: 15 Stücke
Besetzung: C (44) C / A / Vl 1 (30) T / Vl 2 (22) B (16) O (38) = 134 Seiten
1746 (Johann Caspar Seyfert)
Titel: Vierte Tracht des Ohren-vergnügenden und Gemüth-ergötzenden Tafel-Confects
Widmung: keine
Inhalt: 12 Stücke
Besetzung: C (28) A / Vl 2 (26) T (32) B / Vl 1 (32) O (38) = 156 Seiten
Der Überlieferung zufolge habe Rathgeber ohne Erlaubnis seines Abtes das Kloster eigenmächtig verlassen, da er aufgrund seines aufgeregten Geistes mit der klösterlichen Ordnung nicht zurechtgekommen sei.
Sein musikalisches Talent war zu sehr aufgeregt, als daß es sich mit der stillen klösterlichen Ordnung befriedigen konnte. Doch gelang es ihm mehr als 20 Jahre durch musikalische Zerstreuungen sich ruhig zu verhalten; erst als sein Mißvergnügen die höchste Stufe erreicht hatte, wagte er an Abt Benedikt Lurz die Bitte um Erlaubniß, eine Geniereise zu machen, welche ihm verweigert wurde. Er begab sich also eigenmächtig d. 22. Oct. 1729 Morgens im gewöhnlichen Anzuge aus dem Kloster, ohne sich um das Fragen des Abts und anderer Standsgenossen um den Zweck seines Ausgangs zu bekümmern. (Jäck)
Die vorgeblich unerlaubte Reise Rathgebers wird aufgrund dieser Erzählung meist mit einer regelrechten Flucht aus der Enge des Klosters gedeutet. In den meisten Publikationen hat sich hierfür der Begriff „Geniereise“ eingebürgert. Der Begriff „Genie“ gehört allerdings erst einer geistesgeschichtlichen Bewegung der zweiten Hälfte des 18. Jh. an.
Eine echte Bildungsreise hat Rathgeber auch nicht unternommen. Sicherlich mag er sich im Kloster isoliert von den großen Entwicklungsströmen der Musik vorgekommen sein. Im Rahmen einer Weiterbildung hätte er aber die Zentren der Musiktheorie und -praxis in Italien aufsuchen müssen. Rathgeber begab sich aber in erster Linie an Zentren pfarrlichen und klösterlichen Lebens, wo er auf die Bedürfnisse der lokalen Aufführungspraxis eingehen konnte. Es ist eher unwahrscheinlich, daß er dort kompositorische Fähigkeiten weiterentwickeln konnte. Während seiner Fahrt studierte er ausgiebig die örtlichen liturgischen Gegebenheiten. Mit diesen Einsichten konnte er geschickt den Musikmarkt seiner Zeit bedienen und Gebrauchsliteratur für alle Zwecke anbieten. Interessanterweise hat sich der Kompositionsstil Rathgebers trotz der fast neunjährigen Reise kaum geändert.
Berechtigte Zweifel scheinen auch an der heroisch geschilderten Klosterflucht angebracht. Sicherlich war der Benediktiner Rathgeber an die stabilitas loci seines Ordens gebunden. Sein Abt konnte ihm sicher nicht die Erlaubnis zu einer groß angelegten Werbekampagne geben, da dies gegen die Statuten der Ordensregel verstoßen hätte. Er konnte aber seinen Mitbruder in Frieden ziehen lassen, wenn er dies schon nicht offiziell erlauben konnte. Rathgeber bekennt sich außerhalb der Klostermauern stets zu seiner Ordenszugehörigkeit und weist ausdrücklich darauf hin, daß die Veröffentlichung seiner Werke mit der Erlaubnis seines Abtes geschah. Überdies dürfte die Reiseroute Rathgebers seinem Abt angesichts der Verbindungen der einzelnen Klöster untereinander nicht unbekannt geblieben sein. Ähnliche Klosterflüchtlinge wie Benedikt Reindl aus Kloster Disentis wurden alsbald wieder in ihr Heimatkloster überführt.
Die Reise Rathgebers kann also adäquat weder als Geniereise noch als Bildungsurlaub, noch als Klosterflucht aufgefaßt werden. Die Gründe für ein Verlassen des Klosters müssen also andere sein. In der Beischrift zu Opus IV reagiert Rathgeber auf Kritik, die an seinem kompositorischen Schaffen geäußert wurde. Rathgeber mußte auf diese Kritik antworten. Er tat dies durch eine großangelegte Werbetour. Alle bislang gefundenen Quellen stimmen darin überein, daß Rathgeber seine Werke der geneigten Öffentlichkeit vortrug und für seine Kompositionsweise warb.
Die folgende Karte zeigt die aus den Widmungsvorreden und anderen archivalischen Belegen rekonstruierte Reiseroute:
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Hier finden Sie verschiedene Einspielungen mit Marienwerken ...