Im Rahmen zweier fulminanter Konzerte in der Ritterkapelle Haßfurt (20.06.2026) und der Laurentiuskirche Ebern (21.06.2026) erlebten die Zuhörer eine musikalische Rarität: Der Hymnus „Ut queant laxis“ sowie das Offertorium „Reges videbunt“ von Johann Valentin Rathgeber erklangen mit großer Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten wieder. Beide Stücke wurden von Rathgeber eigens zum Hochfest der Geburt Johannes des Täufers komponiert.
Unter der Leitung von Dekanatskantor Wolfgang Schneider meisterten der Chor St. Kilian Haßfurt und der Laurentiuschor Ebern die anspruchsvollen Werke mit beeindruckendem stimmlichen Können. Ein besonderer Höhepunkt des Rathgeber-Schwerpunkts war das Werk „Ave maris stella“, das von Sopranistin Ingrid Peppel in absoluter Perfektion vorgetragen wurde.
Die Werke wurden von der Internationalen Valentin-Rathgeber-Gesellschaft e.V. neu ediert und sind in unserem Online-Shop erhältlich.
Flankiert wurden die Raritäten durch weitere Meisterwerke: Neben Auszügen aus Georg Friedrich Händels „Messias“ und Wolfgang Amadeus Mozarts „Laudate Dominum“ bildete Mozarts berühmte „Spatzenmesse“ den glänzenden Abschluss des Konzerts. Das Publikum feierte das hochkarätige Programm mit stehenden Ovationen.